Als Präzisionsmaschinen- und Werkzeughersteller arbeiten wir prozessorientiert, um Qualität sicherzustellen. Unsere Prozesse berücksichtigen Kundenanforderungen, kritische Merkmale, Indus­triestandards und Spezifikationen und stellen durch den gezielten Einsatz von Werkzeugen, Maschinen, Software, Materialien und Medien die Konformität und Zufriedenheit unserer Kunden sicher. Auch im Werkzeugdesign folgen wir klar definierten Normen, um die erwartete Leistung für die jeweilige Anwendung zu gewährleisten.

Doch in all diesen Standards findet sich nichts darüber, wie man Freude schafft. Zufriedenheit ist definiert und messbar – Freude nicht. Unsere Prozesse sorgen verlässlich für Qualität, aber wie oft denken wir darüber nach, welche Begeisterung und welches Staunen unser Handwerk tatsächlich auslöst?

Bei meinem letzten Besuch bei HORN Tübingen wurde ich für meine langjährige Tätigkeit geehrt und erhielt ein WireStyle-Fadenbild: eine drei­dimensionale Darstellung meines Landschaftsbildes, gefertigt ausschließlich aus Nägeln und einer Schnur – ohne Tinte, ohne verborgenes Bild. Ich kannte die Technologie und wusste um die speziell entwickelten Präzisionswerkzeuge, doch das Ergebnis hat mich dennoch tief beeindruckt.

Wir fokussieren uns auf Prozesse, Werkzeuge, Materialien und Produkte. Das ist richtig und notwendig. Aber wir sollten auch über die Freude nachdenken, die daraus entsteht: Autos, die fahren, Flugzeuge, die fliegen, Menschen, die durch präzise gefertigte Teile geheilt werden. In meinem Fall: das Staunen, meine Fotografie als greifbare Umsetzung meiner beruflichen Laufbahn zu sehen.

Prozesse sind Disziplin, keine Magie. Und doch erzeugen sie Magie für unsere Kunden, deren Kunden und letztlich für uns alle. Ich blicke auf eine erfüllende Karriere zurück – und auf ein WireStyle-Fadenbild, das meine Vision mit meinem Handwerk verbindet.

Was hat Sie heute erfreut? Wenn Ihr Alltag funktioniert, danken Sie einem Präzisionsmechaniker oder Werkzeugmacher.

Danke, HORN. Danke, WireStyle – für diese Freude.

WIRESTYLE

André Gall, Gründer von WireStyle, verbindet Kunst, Software und Maschinenbau, um aus Fotos beeindruckende Fadenbilder zu fertigen. Mit selbst entwickelten Algorithmen und Maschinen entstehen aus tausenden Nägeln und kilometerlangem Faden detailreiche Kunstwerke in hoher Geschwindigkeit. Die automatisierte Fertigung macht Fadenbilder erstmals erschwinglich und verkürzt Lieferzeiten erheblich. Präzisionswerkzeuge der Paul Horn GmbH ermöglichen dabei das exakte Schneiden und Setzen von bis zu 12 Nägeln pro Sekunde und sichern die notwendige Zuverlässigkeit. Die Besonderheit der WireStyle-Bilder liegt in der detailgenauen Darstellung allein durch einen einzigen Faden, dessen Verlauf die Software exakt berechnet. Dunkle Bildbereiche erhalten mehr Faden, helle weniger, wodurch Kontraste entstehen, die von Hand kaum realisierbar wären. Pro Bild werden rund 8.000 Nägel gesetzt und etwa 1.200 Meter Faden gespannt. Möglich wird dies durch hochbeschleunigte Maschinen und präzise Schneidwerkzeuge.